Zupfinstrumente2018-07-02T10:27:02+00:00

Zupfinstrumente

Eine Gitarre kennt wohl jeder, eine Harfe bestimmt auch. Aber wie steht es mit der Mandoline, die bereits seit dem Ende des 17. Jahrhunderts existiert? Sie hat u.a. in Magdeburg eine lange Tradition, denn das verbreitete Spiel derselben begann schon vor der „Wandervogelbewegung“ um 1900; u.a. gründete sich 1919 in unserer Stadt die Mandolinengruppe Cracau und aus ihr ging das Zupforchester des Konservatoriums hervor.

Viele Schüler erlernen das Spiel auf der klassischen Gitarre, einige spielen Mandoline und immer mehr interessieren sich für das Instrument Harfe. Das Einstiegsalter beginnt bei den Gitarrenflöhen mit 6 Jahren. Instrumente in verschiedenen Größen können vom Konservatorium gemietet werden. Es bestehen am Konservatorium mehrere Kammermusikgruppen sowie zwei Zupforchester. Mehrmals im Jahr probt auch das Landesgitarrenorchester für Konzerte: in diesem wirken insbesondere auch Schüler mit, die sich bei Wettbewerben profiliert haben.

Ort: Konservatorium, Breiter Weg 110
Unterrichtszeiten: täglich nachmittags
Unterrichtsdauer: unbefristet – 30/45 min/Woche
Fachbereichsleiter: Torsten Kahler
E-Mail: Torsten.Kahler@ms.magdeburg.de

Angebote / Ensembles:
Gitarrenflöhe
Schülerzupforchester
Großes Zupforchester

Anmeldung
Fachbereichsleiter/-in
klassische Gitarre

Gitarre

Die zu den Zupfinstrumenten gehörende Gitarre kam, wie auch die Laute, mit den Mauren über Spanien in das Abendland. Ihre meist sechs Saiten sind in Quarten und einer Terz gestimmt. Hinsichtlich der Tonerzeugung wird zwischen akustischen und elektrischen (E-​) Gitarren unterschieden.

Die Gitarre ist sehr vielseitig einsetzbar und bietet auch in unserem Haus zahlreiche Betätigungsfelder, die weit über das solistische Arbeiten hinausgehen, wie zum Beispiel die Begleitung verschiedener Instrumentalisten und Sänger wie auch die Kammermusik mit Besetzungen aus fast allen Fachbereichen. Nicht wegzudenken ist sie aus dem Zupforchester.

Ein kleines Bonbon zum Abschluss: Jedes Jahr gibt es einen musikschulinternen Wettbewerb um eine besonders gute Gitarre. Schüler, die sich sehr für das Konservatorium und den Fachbereich der Zupfinstrumente eingesetzt haben, bekommen dieses Instrument nach einem Auswahlkonzert für ein Jahr kostenlos ausgeliehen.

Mandoline

Mandoline und Mandola

Die Mandoline stammt aus Süditalien.
Sie ist ähnlich wie eine Laute mit einem kugeligen Bäuchlein gebaut. Die Saiten sind doppelchörig besetzt und werden mit einem Plektron angeschlagen. Ihre große Schwester heißt Mandola. Sie ist größer gebaut, und ihre Saiten klingen eine Oktave tiefer.

Komponisten wie z.B. Vivaldi und Beethoven komponierten für die Mandoline sogar Solowerke. Mozart gab mit ihrem Klang dem Ständchen des «Don Giovanni» eine ganz eigene Farbe. Außerdem findet man sie durchaus in großen sinfonischen Werken wie z. B. „Romeo und Julia“ (Prokofjew), „Schwanensee“ (Tschaikowsky ) oder in Mahlers 8. Sinfonie. Sehr verbreitet ist sie in kammermusikalischer Besetzung; insbesondere im Zupforchester ist sie zu hören.

Harfe

Harfe

Eines der ältesten Instrumente ist die Harfe. Die Entdeckung, dass eine gespannte Sehne durch Zupfen einen Ton produziert, ist vermutlich auf den Gebrauch von Pfeil und Bogen zurückzuführen. Also wurden zusätzliche Saiten in verschiedener Länge – für verschiedene Töné – in den Bogen gespannt, aus dem Bogen wurde ein größerer Klangkörper, um den Klang lauter hören zu können, und schließlich wurde das Ganze durch eine Vorderstange/​Säule stabilisiert: Voilà, da war die Harfe!

Harfen verschiedener Art sind überall bekannt. Um heute in allen Tonarten spielen zu können, wird die Tonhöhe der Saiten mittels Haken oder Pedalen verändert. Als Soloinstrument füllt sie mit ihrem verzaubernden Klang die Konzertsäle und ist auch in Verbindung mit anderen Instrumenten eine musikalische Bereicherung. So ist sie ein hervorragender Kammermusikpartner und außerdem ein unverzichtbarer Teil im Sinfonie– und Opernorchester.

Die Harfe kann auf einem entsprechend kleinen Instrument ab dem 6. Lebensjahr erlernt werden.